Mobile Apps: Mehr Effizienz durch digitale Abläufe

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Digitale Plattformen und mobile Apps schaffen für Kunden und Mitarbeiter echte Mehrwerte. Wie die App-Entwicklung funktioniert, erklärt Dr. Robert Wagner, Geschäftsführer der Solunar GmbH, Gütersloh.

Vieles hat sich verändert – auch interne Prozessabläufe und Geschäfte laufen heute nach anderen Prinzipien ab: Immer mehr Kunden und Mitarbeiter erwarten digitale Angebote und Serviceleistungen, mit denen sie ihre Ziele und Aufgaben schneller und effizienter erreichen können. Konzerne wie Amazon, Google oder Salesforce sind digital sehr gut aufgestellt und erfolgreich. Leider ist der Eindruck entstanden, dass der Einsatz dieser innovativen Technologien nur großen Unternehmen vorbehalten ist. Doch gerade KMU können von einer eigenen digitalen Plattform und dazugehörigen Apps besonders profitieren.
Ziel ist es, Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern einen echten Mehrwert zu bieten sowie die Begeisterung für das Unternehmen zu steigern, um sich so gegenüber Mitbewerbern klar abzusetzen. Eine höhere Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, egal ob im B2C- oder im B2B-Umfeld, führt zu einer stärkeren Bindung an das Unternehmen und beeinflusst damit den wirtschaftlichen Erfolg maßgeblich.
Doch wie kann das gelingen?

Auf das eigene Geschäftsmodell zugeschnittene Plattformen und Apps können nicht nur für die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, sondern auch für die Kommunikation mit den Kunden lohnend sein. Denn mit ihnen lassen sich Prozesse signifikant erleichtern, die Produktivität und Effizienz des Unternehmens steigern. Der erste Schritt zu einer mobilen App ist die Idee. Dazu ist es hilfreich, bestehende Prozesse zu analysieren und zu dokumentieren. Eventuell ergeben sich hier erste Anhaltspunkte dafür, wo manche Abläufe suboptimal sind und verbessert werden können. Oder es wird sichtbar, welche neuen Prozesse oder Services hilfreich sein könnten, um sich vom Wettbewerb abzugrenzen.
Sind die Abläufe bekannt, sind die Zielgruppe und Ziele zu definieren. Zielgruppen können entweder Kunden, eigene Mitarbeiter oder Geschäftspartner im B2B-Umfeld sein. Häufig hat man viele verschiedene Ideen, welche Leistungen digitalisiert und gegebenenfalls automatisiert werden könnten. Allerdings ist es wichtig, nicht alle in eine einzige App zu pressen, sondern eine Idee auszuwählen, die einen definierten Bereich abdeckt und hier einen echten Mehrwert bietet.

Eine Idee ist gut, aber noch kein Konzept. Ein Konzept beschreibt die Anforderungen an die App aus der Sicht aller Beteiligten. Diese werden visuell, funktional und vor allem leicht verständlich und eindeutig erfasst. Für die Konzeption können Tools und Methoden wie User Story Mapping, Domain Storytelling und „Mockups“ genutzt werden. Ein Mockup zeigt schon recht genau, wie die App später aussehen wird.

Steht das Konzept, kann die Entwicklung beginnen

Die Programmierung einer App ist alles andere als einfach. Daher sollte ein erfahrenes Team von Entwicklern ausgewählt werden. Mittlerweile arbeiten viele Dienstleister nach Methoden der agilen Softwareentwicklung, bei denen die App-Entwicklung in mehreren aufeinander folgenden Schritten, den sogenannten „Sprints“, stattfindet. Ein Sprint kann zwei bis drei Wochen dauern und liefert am Ende eine ausführbare Anwendung, die sich im nächsten Sprint weiter ausbauen lässt. Als Auftraggeber erhält man so bereits nach kurzer Zeit erste Ergebnisse und behält damit laufend einen Überblick, ob sich das Projekt in „Time, Budget & Quality“ befindet.
Ist die App fertig, kann sie für Mitarbeiter z.B. als Inhouse-App veröffentlicht werden. Erfolgt dieses über App Stores wie den Apple App Store oder den Google Play Store, müssen die Richtlinien des jeweiligen Anbieters berücksichtigt werden, da die App ansonsten abgelehnt wird. Es ist wahrscheinlich, dass die Nutzer sich zusätzliche Funktionen wünschen und die App kontinuierlich erweitert wird. Updates am Mobilgeräte-Betriebssystem können Anpassungen der App notwendig machen.
Fakt ist, Unternehmen, die eine eigene App einsetzen möchten, sind gut beraten, eine individuelle Lösung zu nutzen, die zu ihnen passt. Lösungen von der Stange werden diesem Anspruch eher nicht gerecht. Um nachhaltigen Erfolg zu erzielen, sind die eigenen Abläufe möglichst effizient umzusetzen, diese jederzeit weiterzuentwickeln und schnell an neue Gegebenheiten anzupassen. Werden diese Prozesse durch eine Software wie Apps unterstützt, muss diese auch an die eigenen Abläufe angeglichen werden.
Sinnvoll ist die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister, der die gleiche Sprache spricht, die Herausforderungen und Abläufe versteht und die Unternehmens-App verlässlich weiterentwickeln kann. So ist langfristiger Erfolg auch für kleine und mittelständische Unternehmen programmiert.

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